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Stil-Ikonen: Große Damen des Designs

H.O.M.E. präsentiert in seiner Mai-Ausgabe zehn starke Frauen, die jetzt schon Fixsterne am Designerhimmel sind.

Inga Sempé

Foto: Yannis Akon
Foto: Yannis Akon

Kreation liegt Inga Sempé im Blut. Sie ist die Tochter der dänischen Grafikerin Mette Ivers und des französischen Karikaturisten Jean-Jacques Sempé. Die Entwicklung eines Produktes erfolgt auch für sie stets mit Stift und Papier. „Wenn ich etwas zeichne, beginne ich mit der Funktion. Doch im Laufe des Prozesses tritt das Funktionale in den Hintergrund“, erklärt die gebürtige Pariserin. Eine spielerische Komponente darf in ihren Arbeiten ebenso wenig fehlen wie das Prozesshafte und scheinbar Unfertige.

Oben: Den Holzstuhl Österlen hat Inga Sempé für den traditionsreichen schwedischen Möbelhersteller GÄRSNÄS entworfen

Das Sofa Ruché von Ligne Roset verzichtet auf wuchtige Polster. Über einem puristischen Holzrahmen ruht eine wattierte Decke, als wäre sie nur für einen kurzen Moment dort abgelegt worden.

Die Leuchte „Vapeur“ von Moustache mutet wie eine mit Luft gefüllte Papiertüte an, die über eine unregelmäßig gefaltete Oberfläche verfügt, als würde sie jeden Moment in sich zusammenfallen.

Der lange, schmale Hals dieses Bestecks war Namenspatron für den Edelstahl-Entwurf Collo-alto für ALESSI. Er ist der zierliche Übergang zwischen den breiten Griffflächen und den ausladend geschwungenen Besteck-Köpfen

Patricia Urquiola

Die gebürtige Spanierin entwirft nicht nur für das Who’s who der Branche: mit ihrem Gespür für Sinnlichkeit, Farbe und Textur vermag sie die Grenzen zwischen Industrie und Handwerk zu überwinden.

Oben: Farblicher Vielklang statt monotoner Langeweile: Patricia Urquiola mit der Liege aus der Outdoor-Kollektion Tropicalia von MOROSO

Inspiriert von Petticoats: der geflochtene Outdoor-Sessel Crinoline von B&B ITALIA.

Der handgeknüpfte Teppich Mirage von GAN bringt farbenfrohe Geometrie ins Wohnzimmer

15.05.2019