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Vegane Kosmetik - was steckt dahinter?

 

Keine Milch, kein Honig, keine Eier: Veganer verzichten aus ethischen, gesundheitlichen oder Umweltschutz-Gründen auf alles, was tierischen Ursprungs ist. Doch vegan sein liegt nicht nur essenstechnisch im Trend, sondern macht auch vor unseren Kosmetikschränken keinen Halt. Immer mehr Menschen achten auf die Inhaltsstoffe von Beautyprodukten und greifen zur tierlosen Alternative. Wir klären auf, was vegan bedeutet und welche Siegel bei der Kaufentscheidung behilflich sind.

Von Carina Dieringer

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Foto: onceuponacream.at

Vegane Kosmetik

Warum sollte man sich für Zahnpasta mit Knochenmehl, Haarkuren aus zermahlenen Hufen oder Erdbeeraroma aus Hühnerfüßen entscheiden, wenn genug pflanzliche Ersatzstoffe zur Verfügung stehen? Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen und entscheiden, auf vegane Beautyprodukte umzusteigen. Da nicht immer Klarheit herrscht, welche Inhaltsstoffe nun wirklich im Produkt stecken, wird empfohlen, auf Siegel zu achten. Das Siegel mit einer Blume und dem Schriftzug "Vegan" beispielsweise gewährleistet, dass es sich um ein veganes Beauty-Produkt handelt. Vegane Kosmetik beinhaltet zwar keinerlei tierische Inhaltsstoffe, die Inhaltsstoffe sind jedoch nicht zwangsläufig natürlichen Ursprungs. Außerdem wird bei veganer Kosmetik nicht garantiert, dass sie gänzlich ohne Tierversuche hergestellt wurde.

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Bloggerin Dariadaria verwendet ausschließlich vegane Naturkosmetik. Bild: instagram.com/dariadaria_com

Naturkosmetik

Naturkosmetik wiederum beinhaltet rein natürliche Inhaltsstoffe. Dafür aber spielen tierische Substanzen, wie Milch, Bienenwachs oder Honig, durchaus eine Rolle. Der Einsatz von Rohstoffen aus toten Wirbeltieren, wie tierische Fette oder Frischzellen, wiederum ist nicht erlaubt. Zu bewehrten Siegeln von Naturkosmetik zählen BDIH, Ecocert, Natrue oder auch Demeter. Allerdings besitzen viele kleinere Unternehmen oftmals aufgrund der hohen Kosten kein Zertifikat. Es empfiehlt sich deswegen, dem jeweiligen Unternehmer eine persönliche Anfrage zu senden oder aber man versucht anhand der App Codecheck mehr herauszufinden. Diese liefert durch das Scannen des Barcodes sekundenschnell Informationen zum gewünschten Produkt. Tierversuche dürfen bei Naturkosmetik für das Endprodukt nicht durchgeführt werden, an Inhaltsstoffen von Lieferanten sind sie hingegen erlaubt.

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Foto: kosmetik-vegan.de

Tierversuchsfreie Kosmetik

Nur tierversuchsfreie Kosmetik garantiert, dass die Inhaltsstoffe nicht an Tieren getestet wurden. Zwar ist seit März 2013 EU-weit der Verkauf von Beautyprodukten verboten, für deren Inhaltsstoffe nach diesem Datum Tierversuche innerhalb und auch außerhalb Europas durchgeführt wurden, dennoch gibt es immer noch Schlupflöcher. Das Zertifikat mit dem Häschen und der schützenden Hand stellt sicher, dass Tierversuche weder durchgeführt noch in Auftrag gegeben wurden.

Frederic Auerbach
Natalie Portman lebt einen veganen Lifestyle. Foto: Frederic Auerbach

Vegane Beauty-Lieblinge:

  • http://www.grownalchemist.com/eu/skincare/facial-moisturiser-matte-balancing-combination-skin.html
  • http://www.uk.littleondine.com/all-colours/l035
  • http://www.lush-shop.de/karma-schaumbad.7118.html#
  • http://labruket.se/category/lotion-and-butters
12.01.2016