Bikini-Bootcamp

Mit Sophia Thiel gegen den Schweinehund

Wer kennt ihn nicht - den inneren Schweinehund! Er lässt uns nicht vom Sofa aufstehen und öffnet lieber noch eine Tüte Chips. Danach fühlen wir uns elend. Damit ist jetzt Schluss! Gemeinsam mit Sophia Thiel und ihren 12 Wochen Fitnessprogramm für Zuhause zeigen wir dem Schweinehund, was Motivation bedeutet!

MOTIVATION 

Eine weitere Woche mit Sophia Thiel und ihrem Fitnessprogramm. Fast die Hälfte ist schon rum. Was mich motiviert: Mein wahnsinnig gutes Körpergefühl. Was mich motiviert, wenn ich nicht motiviert bin: Meine Tochter Pauline und ihre Freundin, die sich meinen Laptop ausleihen und ihn total verschwitzt nach einer Sophia-Thiel-Session zurückgeben. Sonst keine großen Salatesser, ist die ganze Schüssel leer, wenn es ein "Sophia-Thiel-Salat" ist – mit Quinoa und Petersilie. Das hätten sie vorher nie angerührt, ich wahrscheinlich auch nicht. Essen ist zwar Genuss, aber vorher habe ich den vornehmlich  aus Schokolade und Wein gezogen. Dass gesundes Essen auch Glücksgefühle auslösen kann, hätte ich nicht gedacht. Vor allem bleibt das schlechte Gewissen aus. Man braucht fast keinen Cheat Day.

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Gesund kann so lecker sein: Quinoa Salat

Cheat Day schön und gut, aber ich fühle mich richtig gut, wenn die Woche mit Eiern oder Beerenquark mit Walnüssen und Zimt anfängt. Wer braucht schon Brötchen und Marmelade, im nachhinein haben sie mich nie richtig satt gemacht, nur voll. Ich hätte nie gedacht, dass man sich so auf ein Frühstück freuen kann. Jetzt fühle ich mich danach auch viel leichter, und am Cheat Day nasche ich kaum noch Schokolade. Meine Psyche kommt langsam zur Ruhe , meine Gelüste sind fast verschwunden. Meine liebste Zwischenmahlzeit:harte Eier oder Kochschinken. Wobei ich Wacholderschinken nehme, da ist der Fettrand kleiner. Bewusst besser essen!

Schwieriger wird es dagegen, mich zu den Übungen zu motivieren. Hier ein Abgabetermin, Sommerferien und so weiter ... Alles Ausreden und ich weiß, dass ich mich danach wieder super fühlen werde und stolz bin, es getan zu haben. Aber aller Anfang ist manchmal schwer. Dieser Schweinehund! "Die halbe Stunde" sage ich mir. "Die halbe Stunde", sagt die Kollegin und sieht mich erwartungsvoll an. Ok. Sportklamotten an, halbe Stunde Sophia Thiel-Break.

Das muss ich der Sophia lassen. Das Workout ist wirklich in meiner Mittagspause machbar. Ok, ich benötige danach zwar eine Dusche, aber danach bin ich irgendwie anders. Konzentrierter, gelassener. Ich nehme mir vor, weniger rauszuschieben, sondern einfach zu machen.

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Crunchy Erdbeerjoghurt

Schweinehund adjeu!

Da ist er - mein Schweinehund!  Genüsslich sitzt er auf der Couch. Gestern habe ich mich aber wieder einmal gegen ihn durchgesetzt. Ich habe ihm gezeigt, wer der Boss ist und ihn vom Sofa runtergejagt, rein in die Sportklamotten. Die Kniebeugen gehen einfacher, auch mit dem Schulter drücken wird es nach und nach besser. Vielleicht komm ich doch noch zu einer Sportroutine.

Meine Lieblingsübung: Reverse Flys. Hinterher habe ich das Gefühl, meine von der vielen Arbeit am Computer, verkrampften Schultern sind viel lockerer. Mit dem durchgedrückten Rücken im Stehen sind alle wichtigen Muskelgruppen angespannt, die Arme wie Flügel nach oben und unten gedrückt spannen – und entspannen. Ein tolles Gefühl! 

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Nach einem harten Tag am Computer lockern Reverse Flys die Armmuskulatur

Aber: Himmel nochmal, wie lange dauert es, bis ich von den Mädchen-Liegestützen in die richtigen Liegestützen komme? Sophia macht Mut, bei ihr habe es wohl auch lange gedauert. Ich glaube ihr und pack noch eine Liegestütze drauf. Umso besser laufen die Bauch-Crunches. Die geben übrigens vor allem nach einem Cheat Day ein gutes Gefühl. Und: irgendwie seltsam – an den Tagen, an denen ich mein Workout mache, habe ich viel weniger Appetit. Hungern gibt es sowieso nicht. Aber dann ist am Abend selbst eine einzelne Portion – ich liebe diese Hackbällchen in Tomatensoße – zu viel. Das muss so, oder? Ich werde ja schließlich wohlgeformt. Muttispeck ade.

Super Slow

Super Slow – super anstrengend, danke dafür. Aber hinterher fühle ich mich auch supergut. Gerade bei Rücken, Bauch und Arme. Die Kickbacks auf den Knien sind sehr anstrengend. Das Last drücken auf dem Rücken liegend wird noch schwerer, und nach der Rocking-Plank-Übung auf den Unterarmen spüre ich meine Bauchmuskulatur richtig brennen. Der Frosch auf dem Bauch liegend gibt mir dann den Rest - ein wirklich gelungenes Workout! Der Schweiß tropft mir von der Stirn. Ich bin super-happy!

Halbzeit - der innere Wandel

"Ich bin so, so , so stolz auf Dich!" – Danke für die Motivation, Sophia. Ich bin es auch ein bisschen. Auch, wenn ich mein Foto bei Facebook noch nicht poste, defintiv nicht. Ich weiß, der Wein am Abend haut rein und ist Gift für meinen Körper besonders nach einem Workout, aber zum Essen, mit Freunden im Sommer schmeckt einfach Apfelschorle nur bedingt. Ok, ein Kompromiss, ich trinke Weinschorle und auch nur noch ein Glas. 

Workouttechnisch hat mich der Ehrgeiz gepackt. Zwar wähle ich bei über der Hälfte der Liegestützen noch die leichte Variante, aber beim Schulter drücken die schwere. Meine Oberschenkelmuskeln brennen beim langsamen Workout. Wie sagt mein Sohn so schön: es gibt nur ein Gas, Vollgas!. Ich muss aber zugeben, dass ich eher der Rücken- und Armtyp bin. Beinheben, Seitheben – bringen mich schneller an meine Grenzen. Und die Aladin-Easy-Übung ist gar nicht so easy. 

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Männer-Liegestütze ich komme!

Unterm Strich: Die neuen Rezepte sind super, danke! Auch wenn mich die Metzgerin komisch ansah, als ich Putenhackfleisch wollte ("Das gibt's hier nicht, das dürfen wir nicht"). Reines Rinderhack tuts auch. Hat super geschmeckt! Überhaupt – die California-Kitchen-Serie hat mir den Sommer versüßt! Surf & Turf, Tuna-Sandwich, Spicy Hühnchen mit Avocado und Papaya ... allein wegen der Rezepte lohnt sich der Aufwand. Raus aus der Essroutine und wieder neues Probieren. Ich merke, wie mir das gefehlt hat. Superpluspunkt: Alle Mahlzeiten sind schnell und einfach zubereitet. 

Auch das Workout macht Spaß und bringt mich an meine Grenzen. Mein Schweinehund wird immer kleiner, meine Motivation immer größer. Ich bin stolz, dass ich es wirklich durchziehe und mich trotz meiner Lebensphase nicht unterkriegen lasse. Mit meinen Röllchen hatte ich immer das Gefühl, nicht richtig dazuzugehören, fühlte mich nicht als Frau, sondern einfach nur alt. Reine Äußerlichkeit? Doof? Wahrscheinlich, aber ich hatte mich da regelrecht festgebissen. Selbstmitleid. Jetzt habe ich das Gefühl, ich bin wieder dabei! Ich weiß, ich kann das schaffen und mein lockerer Hosenbund zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Ich bin gespannt, wie's weitergeht ...

Oopsies

Was nach einem Unfall klingt, sind eine leckere Alternative zu herkömmlichen Brötchen. Mit nur 3 Zutaten sind sie nicht nur schell zubereitet, sondern punkten mit super Werten. Proteinreich, kalorienarm und mit wenig Kohlenhydraten. 

Zutaten für 2 Burger Brötchen

  • 2 Eier
  • 50g Frischkäse
  • Gewürze

Eiweiß trennen und sehr steif schlagen. Eigelb mit dem Frischkäse und Gewürzen vermengen und anschließend vorsichtig unter dem Eischnee unterheben. 4 Klecke auf ein mit Backpaier ausgelegtes Backblech setzen und für 20 min bei 180°Grad in den vorgeheizten Backofen.

Kurz auskühlen lassen, in 2 Hälften schneiden und nach Wunsch belegen. 

Ein von @missketouk gepostetes Foto am

Wir haben für sie weitere figurfreundliche Rezepte für den süßen Hunger zusammengestellt. Genießen sie Low Carb Muffins, Pancakes und andere Leckereien.

22.08.2016